<p><img src="fileadmin/img/gruppen_pfeil.gif" width="39" height="12" alt="#" border="0" /> Verschleißerscheinungen am Hüftgelenken gehören heute zu den häufigsten degenerativen Erkrankungen.</p>

# Verschleißerscheinungen am Hüftgelenken gehören heute zu den häufigsten degenerativen Erkrankungen.

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Hüftarthrose

Normalerweise werden die Gelenkflächen des Menschen von einem glatten Knorpelüberzug geschützt, der einen reibungslosen Bewegungsablauf des Gelenkes gewährleistet. Bei einer Arthrose weist dieser Knorpel jedoch massive und großflächige Schäden auf bzw. ist unter Umständen komplett zerstört.

Typische Ursachen einer Arthrose sind z. B. jahrelange Über- und Fehlbelastungen des Gelenkes. Auch Stürze auf die Hüfte können verantwortlich sein, bei denen Knorpelfragmente herausgesprengt werden. Ebenso kommen vorzeitige Alterungsprozesse des Knorpels in Frage, die anlagebedingt auftreten können.

Wie äußert sich eine Hüftarthrose?

Die Beschwerden einer Hüftarthrose reichen von leichten Spannungsgefühlen und einer Steifigkeit im Gelenk über Anlaufschmerzen und Schmerzen unter Belastung bis hin zu massiven Ruhebeschwerden und zunehmender Bewegungseinschränkung.

Wichtig: Arthroseschmerzen sollten immer ernst genommen und auf keinen Fall voreilig als unveränderbar akzeptiert werden. In vielen Fällen lassen sich mit einer durchdachten Therapie deutliche Erfolge erzielen.

Was hilft bei Hüftarthrose?

Neben professionellen Bewegungs- und Ernährungsprogrammen können bei einer Arthrose vor allem chirurgische Eingriffe hilfreich sein. In Frage kommen z. B. schonende arthroskopische Verfahren oder in schweren Fällen auch die Implantation eines Kunstgelenkes (Hüft-Prothese).

Je nach Arthrosestadium kann ein Gelenkdebridement (Gelenktoilette) für eine deutliche Linderung sorgen. Dabei werden mobile Knorpelareale geglättet, die hochentzündlich veränderte und kontrakte Gelenkkapsel entfernt sowie knöcherne Anbauten abgetragen. Mit einer anschließenden Spülung des Gelenkes werden zudem winzige Abriebpartikel entfernt, die ansonsten wie Sand im Getriebe die Reibung im Gelenk erhöhen können.

Um die Knorpelneubildung anzuregen, kann bei kleineren Defekten eine Abrasionsarthroplastik sinnvoll sein. Bei diesem Verfahren wird der Knorpel bis zur blutführenden Knochenschicht abgefräst. An der behandelten Stelle bildet sich ein Blutkuchen, in dem Stammzellen enthalten sind. Aus ihnen werden innerhalb weniger Wochen Knorpelfasern gebildet, die den Defekt ausfüllen können.

Ein ähnliches Verfahren ist die Microfracture-Technik, bei der ebenfalls Stammzellen eingeschwemmt werden. Allerdings kommen dafür im Unterschied zur Abrasionsarthroplastik Bohrlöcher zum Einsatz, die auch noch bei größeren Knorpeldefekten gesetzt werden können.

Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative d. h. fortschreitende Erkrankung. Unbehandelt führt sie schließlich zum kompletten Verlust des Knorpels und Deformationen der knöchernen Strukturen.
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